Fahrt durch Rajasthan

Rajasthan_Beitrag

Es ist Zeit Delhi für die kommenden Wochen zurück zu lassen – unsere Reise durch Rajasthan beginnt. Noch immer überwältigt von den Eindrücken der ersten Tage, bin ich gespannt was mich in Indiens größtem Bundesstaat erwartet.

Wir lassen die Großstadt hinter uns, bahnen uns mit geschätzten tausend anderen Verkehrsteilnehmern einen Weg aus den angrenzenden Vororten, weichen immer wieder Kühen auf der Straße aus, überholen Pferde, Motorradfahrer und LKWs bis wir nach einiger Zeit endlich die Grenze zu Rajasthan erreichen. Der Himmel ist etwas klarer geworden, der Smog hat sich gelichtet und auch die Luft wirkt plötzlich wärmer und milder.

Wir passieren einige Dörfer: Zahlreiche Menschen tummeln sich gemeinsam mit Schweinen, Kühen und streunenden Hunden auf und neben den Straßen. Frauen tragen Holz und Bauschutt in großen Körben auf ihren Köpfen – langsam gewöhne ich mich an das stetige Treiben, das ständige Gehupe der Autos und die starrenden Blicke der Menschen. Mehr und mehr fällt mir auf, wie wunderschön und farbenfroh die Gewänder der Frauen sind. Wie freundlich, hilfsbereit und auskunftsfreudig die Menschen auf der Straße sind.

Nach einigen Stunden erreichen wir das erste Ziel unserer Reise: Mandawa. Angekommen in Mandawa erwarte ich mir von dem kleinen Örtchen nicht viel. Es ist dunkel und die Straßen wirken düster und heruntergekommen. Wir schlendern entlang der Hauptstrasse und zweigen in eine kleine Seitengasse ab. Am Fuße des Hügels scheint sich etwas zu bewegen. Wir kommen näher und entdecken plötzlich ein prachtvolles, altes Haveli – eines jener Herrenhäuser, die früher von reichen Handelsfamilien erbaut und bewohnt wurden.
Das herrschaftlich beleuchtete Gebäude wurde mittlerweile in ein wunderschönes Hotel umgebaut. Ein Blick vom Dach zeigt, dass das Örtchen Mandawa eigentlich eine kleine Stadt ist, in der es noch viele weitere Prachtbauten und Havelis zu entdecken gibt.

 

 

 

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