India is different

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Zehn Dinge, die in Indien einfach anders funktionieren:

1) Straßenverkehr: Verkehrsregeln gibt es theoretisch, in der Praxis finden sie allerdings kaum Beachtung. Als Faustregel kann man sagen: 1) Ohne Hupe geht rein gar nichts 2) das größere Gefährt hat Vorrang. Es herrscht grundsätzlich Linksverkehr, damit nimmt man es aber nicht so genau – bei uns würde man von Geisterfahrern sprechen, in Indien hingegen gehört das genauso selbstverständlich zum Straßenverkehr wie die zahlreichen Kühe auf den Straßen – diese haben übrigens auch immer Vorrang :-) (näheres unter Punkt 2)

2) Die Kuh als heiliges Tier: Wer in Indien zu McDonald‘s geht, wird einen Cheeseburger vergeblich auf der Menükarte suchen. Kühe gelten in Indien als heilig und werden daher keinesfalls verspeist. Stattdessen gibt es Hühnchen, Lamm und vegetarische Gerichte in allen Variationen.

3) Das Kopfnicken: Wenn eine Inder auf eine Antwort mit dem Kopf wackelt bedeutet das keinesfalls, dass er etwas verneint. „Ja“ wird in Indien mit einem leichten Kreisen des Kopfes signalisiert : die Schultern bleiben ruhig und der Kopf wackelt locker von der linken zur rechen Schulter. Um Missverständnissen vorzubeugen, stellt man am besten Fragen, die nicht mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können.

4) „No problem“: Was auch immer man von einem Inder begehrt, die Antwort wird immer „no problem“ lauten. Inder möchten ihren Gästen grundsätzlich jeden Wunsch erfüllen. Selbst wenn sie dazu nicht in der Lage sind, würden sie sich keinesfalls die Blöße geben und das kundtun.

5) Gastfreundschaft: Inder sind emotional und haben ein sehr großes Herz. Bist Du ihr Gast, ist es für sie selbstverständlich Dir jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Du hast nicht nur einen Platz in ihrem Heim (ganz egal wie klein es auch sein mag), sondern auch in ihren Herzen.

6) Essen: Die Definition von „spicy“ oder „hot“ erreicht in Indien eine neue Dimension. Selbst das mildeste Gericht ist für sensible Mägen sehr scharf. Gegessen wird nur mit der RECHTEN Hand, da die Linke als unrein gilt.

7) Sex als Tabuthema: Als traditionsbewusstes Volk ist vorehelicher Geschlechtsverkehr in Indien tabu. Jeder Bräutigam erwartet von seiner zukünftigen Ehefrau, dass er der erste und einzige Mann in ihrem Leben sein wird. Homosexualität, Transsexualität sowie jegliche Form von „Andersartigkeit“ wird nicht akzeptiert und auch nicht thematisiert. Die junge Generation versucht oftmals provokativ gegen überholte Vorstellungen von Lebensmodellen zu rebellieren. Leider wird es jedoch noch einige Jahre dauern, bis ein selbstbestimmtes Leben in Indien auch von der Gesellschaft akzeptiert wird.

8) Bollywood: Die mehrstündigen Hindi-Filme gehören zu Indien wie der Sari zu den Frauen. In bunten Farben und mit viel Musik untermalt, produziert die indische Filmindustrie jährlich bis zu 300 Filme. Die Hauptakteure werden im ganzen Land verehrt, helfen sie der Bevölkerung doch beim Träumen von einer friedlichen und sorglosen Welt.

9) WC: Indiens Toilettenanlagen sind spärlich und selbst in größter Not benutzt man sie nur ungern. Ein hilfreicher Tipp: Immer Klopapier dabei haben, dieses wird von Indern nämlich nicht verwendet!

10) Wedding in India: In keinem anderen Land wird der Hochzeit so viel Bedeutung beigemessen wie in Indien. Wird eine Tochter geboren, so wird bereits vom Tag ihrer Geburt für die zukünftige Hochzeit gespart. Das Ereignis selbst dauert mehrere Tage, manchmal sogar bis zu zwei Wochen und wird gemeinsam mit Freunden, Familien und Nachbarn zelebriert.
Übrigens: auch das Thema Scheidung ist in Indien ein Tabu.

 

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